Geschichte des Weihnachtsmarktes

Seit 1973 gibt es den Freiburger Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz im Herzen der Freiburger Altstadt. In den Anfangstagen war der Markt noch klein und überschaubar, 17 Hütten standen zwischen dem Rathaus und dem mittelalterlichen Franziskanerkloster. Wie sich 1989 durch einen Bilderfund herausstellte, knüpfte der Weihnachtsmarkt damit an eine alte Tradition an: Schon im 19. Jahrhundert gab es auf dem Münsterplatz einen Christkindlesmarkt.

Über die Jahre ist der Freiburger Weihnachtsmarkt kontinuierlich gewachsen: Erstreckte er sich zu Beginn nur über den Rathausplatz, so vergrößerte er sich in den darauffolgenden Jahren zunehmend. Anfang der 1990er Jahre kamen weitere 26 Stände in der Franziskanerstraße hinzu. Durch die immer stärker werdende positive Resonanz der einheimischen und ausländischen Besucher wurde die Marktfläche 2006 um das Gebiet Unterlinden und nur ein Jahr später auch um den Kartoffelmarkt erweitert. Hier wurde zusätzlich Platz für mehr als 30 weitere Stände geschaffen. Insgesamt lockt der Freiburger Weihnachtsmarkt nun mit mehr als 110 Ständen Jahr für Jahr Besucher aus nah und fern in die Stadt. An den Sonntagen sind zusätzlich knapp 20 Stände entlang der Kaiser-Joseph-Straße zu finden. Der Markt wird in jedem Jahr vom Oberbürgermeister mit dem Anschneiden eines riesigen Lebkuchens eröffnet. Anschließend wird der Lebkuchen unter der Bevölkerung verteilt.

Zur unvergleichlichen Atmosphäre trägt sicher auch bei, dass die FWTM als Veranstalter auf weihnachtliche Warenauswahl achtet. Regionale Kunsthandwerker sind dabei Mittelpunkt des Geschehens: So können die Besucher beispielsweise Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen. Ein besonderes Highlight ist die begehbare Kerzenwerkstatt, in der die Besucher sich auch selbst als Hersteller von Weihnachtskerzen ausprobieren können. Im Kreuzgang der Klosterkirche St. Martin findet sich eine Krippenausstellung und in der Klosterkirche wird täglich ein vorweihnachtlicher ökumenischer Adventsimpuls angeboten. Etwa ein Drittel der Verkaufsstände kümmert sich um das leibliche Wohl der Besucher. Von herzhaft bis süß, von hochprozentig bis alkoholfrei ist alles dabei, was Hunger und Durst vertreibt. Passend zur klösterlichen Umgebung hat ein Anbieter sogar "Nonnenseufzer" im Programm.

Mit seinen 40 Jahren ist der Freiburger Weihnachtsmarkt noch sehr jung. Gleichwohl: Er bietet natürlich auch all die Geschenke und Weihnachtsutensilien, die ein traditioneller Weihnachtsmarkt im Angebot hat. Da der Markt offen in der Innenstadt liegt, lässt sich kaum abschätzen, wie viele Besucher er nach Freiburg lockt. Aber eines ist klar: Der Freiburger Weihnachtsmarkt hat sich auch über die Landesgrenzen hinaus zu einem der beliebtesten seiner Art entwickelt. Gäste aus Frankreich, Italien und der Schweiz kommen mit dem Bus zum Markt, bei der Tourist Information Freiburg gehen sogar Anfragen aus Amerika und China ein.